Herbstfest des Fördervereins im Kleeblattheim

Am 9.Oktober war es wieder so weit. Das traditionelle Herbstfest des Fördervereins
Kleeblatt-Pflegeheim Kasteneck war angesagt. Schon kurz nach 14:00 Uhr fanden
sich erste Besucher/innen im herbstlich geschmückten großen Aufenthaltsraum im
Haus am Park ein. In der Küche herrschte Hochbetrieb. Die sechs Damen des an
diesem Tag zuständigen Küchen- und Bewirtungsteams hatten alle Hände voll zu
tun, die vielen selbstgebackenen Zwiebel-, Kartoffel- und salzigen Rahmkuchen
aufzuschneiden, aufzuwärmen und auf Platten anzurichten, Kaffee zu kochen, den
neuen Wein abzufüllen, die Tische zu decken.
Gegen 14:30 Uhr hatten sich so viele Besucher eingefunden, dass weitere Stühle
herbei geschafft werden mussten und noch immer trafen Gäste ein. So gut besucht
war das Herbstfest wohl noch nie. Das gut eingespielte Team mit den weißen
Schürzen des Fördervereins schenkte unentwegt Kaffee aus, kam kaum nach, auf
die vielen Dessertteller immer wieder ein Kuchenstück zulegen. Ja, die Kuchen
kamen bestens an und manche ließen sich zum neuen Wein - der schmeckte noch ausgesprochen süß - gern ein zweites Stück reichen.
Auch leckere Flachswickel fanden reißenden Absatz.
Mittlerweile war Peter Diehl mit seiner Gitarre eingetroffen. Die Stimmung war
prächtig, die Besucher unterhielten sich angeregt, die ersten Stimmen verlangten
nach Musik. Also war es höchste Zeit, die Liederbücher auszuteilen. Das
Kaffeegeschirr wurde abgeräumt, erste Akkorde auf der Gitarre ertönten. Bunt sind
schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt. Dieser Klassiker
eröffnete einen fröhlichen Reigen bekannter Melodien. Es ist immer wieder
erstaunlich, mit welcher Freude, mit welcher Lust Lieder angestimmt und gesungen
werden, vielfach auswendig. Gelernt ist gelernt!

Historisches über den AltneckarKurt Schaible erzählte im Kleeblatt

Der Vorsitzende des Freiberger Kleeblatt-Fördervereins, Peter Schwarz, begrüßte
am 23. September zum bunten Montag-nachmittag den Freiberger "Neckarguide"
Kurt Schaible, der Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer ist.

Der Neckar, der im Schwenninger Moos entspringt und bei Mannheim in den Rhein
mündet, dabei auf einer Länge von 362 km einen Höhenunterschied von 617 Metern
überwindet, erweist sich seit Menschengedenken bis heute als „Wilder Gesell“. Kurt
Schaible führte die Zuhörer in einer kurzweiligen PowerPoint-Präsentation an den
Altneckar zwischen Beihingen/Geisingen und Pleideilsheim/Ingersheim.
In einer übersichtlichen farbigen Darstellung konnte man die Veränderung des
mäandernden Flusslaufes im Lauf der Zeiten erkennen. Der durch die Dynamik des
Flusses entstandene Prallhang wurde von den Bewohnern der Dörfer durch in das
Flussbett künstlich eingebaute sogenannte „Streichen“ im Laufe der Jahrhunderte
immer wieder verändert. Durch den Gleithang und alte Kiesgruben entstand im
Pleidelsheimer Wiesental ein Vogelschutzgebiet, in dem, so Kurt Schaible, 180
Vogelarten, darunter 60 Brutvogelarten nachgewiesen sind.
Durch Informationstafeln erfährt man vieles über das Tal, wo auch von einer
Beobachtungsplattform die Vogelwelt erkundet werden kann, so warb Schaible für
den Besuch der Auenlandschaft, in der auch die selten gewordene Schwarzpappel
zu finden ist. Mit vielen historischen Details unterhielt er die aufmerksamen Zuhörer:
Furten („Furth zu Beyhingen“ urkundlich erwähnt) und Fähren gab es als einzige
Möglichkeit zur Überwindung des Flusses, bevor 1875 eine feste Brücke bei
Beihingen erbaut wurde, die im April 1945 gesprengt wurde. Die fünfbogige
Autobahnbrücke über den Neckar - in der Liste der Kulturdenkmale in Baden-
Württemberg aufgeführt - geplant u.a. von Prof. Paul Bonatz, dem Architekten des
Stuttgarter Hauptbahnhofs, wurde 1939/1940 erbaut.
Das Kraftwerk Beihingen/Pleidelsheim mit dem 1,6 km langen Kraftwerkskanal ist
mehr als 100 Jahre alt, im Jahr 1955 wurde dann im Rahmen der Schiffbarmachung
des Neckars über einen Schifffahrtskanal die Schleuse Pleidelsheim als eine von
insgesamt 27 Neckarschleusen fertig gestellt, so dass ab 1958 der Neckar von
Stuttgart - ab 1968 von Plochingen - bis zur Mündung in den Rhein bei Mannheim
schiffbar war.
Die Fischerei spielte in früheren Zeiten wie bei allen Flüssen natürlich eine große
Rolle. Das mittelalterliche königliche Fischereirecht erlaubte ab dem Jahr 1554 den
Beihingern einmal wöchentlich den Fang für den eigenen Bedarf; dieses Recht
wurde erst im Jahr 1960 aufgegeben!Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es
mehr als 40 Fischarten, die im Laufe der Jahre auf Grund der schlechten
Wasserqualität bis 1970 auf ca. 20 zurück gingen. Nach dem Bau der Kläranlagen
gibt es nun wieder 43 Fischarten, der Hegebereich VII zwischen Beihingen und
Besigheim wird von sechs Vereinen, in Freiberg dem Sportfischer-Club Freiberg e.V., gepflegt. Schmunzelnd erzählte Kurt Schaible vom Zufluss des Gründelbachs, der vom
Monrepossee kommend bei Beihingen in den Neckar fließt, dass man immer wieder
kleine an Schildkröteneier erinnernde Kügelchen finden kann, die sich bei genauem
Hinsehen als Golfbälle vom nahen Golfplatz beim Schloss Monrepos herausstellen.
Mit dem zu Beginn seines Vortrags angesprochenen „Wilden Gesellen“ beendete
Kurt Schaible als Zeitzeuge mit dem Bericht über das höchste Hochwasser seit
Menschengedenken im Jahr 1978, bei dem er selbst als Mitglied der Freiberger
Feuerwehr vor Ort in Beihingen und Geisingen die Urgewalt des Flusses gemeinsam
mit den Bewohnern hautnah erlebt hatte.
Das Publikum hatte bis zum Ende konzentriert dem Vortrag gelauscht, immer wieder
konnten die Zuhörer von ihren eigenen Neckar-Erfahrungen und -Erlebnissen
berichten und so den Nachmittag zu einer Reise in die Vergangenheit machen.
Peter Schwarz bedankte sich im Namen des Vorstandes des Fördervereins und im
Sinne der Bewohner des Kleeblatts herzlich bei Kurt Schaible für den engagierten
und unterhaltsamen, mit vielen interessanten Informationen garnierten Vortrag, dem
eine Wiederholung in Zukunft wohl nichts im Wege stehe.

Ausflug zum Sonnenhof in zwei Etappen

Um die Gruppengröße überschaubar zu halten, wurden in diesem Jahr zwei Ausflüge
zum Sonnenhof nach Remseck-Aldingen organisiert. Der erste Termin am 06. Juni
wurde für die Bewohner vom Haus am See reserviert, am 15. August schließlich
waren die Bewohner vom Haus am Park an der Reihe. Nachdem die notwendigen
organisatorischen Vorbereitungen, wie: Teilnehmerliste erstellen, Bewirtung und
Fahrdienst organisieren und Begleitpersonen anfragen erledigt waren, konnte es also
auf große Fahrt gehen. Leider spielte das Wetter beim Juni-Termin nicht mit und
neben einem kühlen Wind setzte auch noch Nieselregen ein. Die Stimmung war
trotzdem gut, schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte
Kleidung.
Im August hingegen herrschten optimale Bedingungen mit angenehmen Temperaturen und leichter Bewölkung. An beiden Terminen konnte nach dem Genuss von Kaffee und leckerem Kuchen die Hofanlage mit verschiedenen Tieren besichtigt werden. Auch der
Hofladen, bestückt mit Blumen, Obst, Gemüse und diversen Leckereien wurde von vielen Bewohnern aufgesucht und die Gelegenheit zum Einkauf gerne genutzt.
Nach einem erlebnisreichen Nachmittag wurden wir pünktlich vom beauftragten
Fahrdienst wieder abgeholt, in den Bussen herrschte beste Stimmung und alle
Teilnehmer waren sich einig darüber, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine
Ausfahrt geben soll.

Best Agers

Die ´Best Agers` sind mittlerweile eine feste Größe im Mittwochsprogramm des
´Kleeblatt Freiberg`. Doch nicht nur eine feste Größe sind sie, sondern auch äußerst
beliebt und vielfach erwartet. So haben sich nicht nur die Bewohner des Pflegeheims
am Nachmittag des 21. August im Speisesaal eingefunden. Auch zahlreiche Damen und Herren des ´Betreuten Wohnens` und etliche Gäste haben an den Tischrunden Platz genommen – voller Spannung. Kaum ein freier Stuhl ist noch zu ergattern.
Seit 5 Jahren erfreuen die 7 Mitglieder der ´Best Agers` mit ihrem musikalischen
Wunschprogramm ihre Anhänger. Hervorgegangen aus dem ´Klinikradio Bietigheim`
und inzwischen im ganzen Landkreis unterwegs, wissen sie genau, was ankommt
bei ihrem Publikum: deutschsprachige Hits und Lieder der letzten 90 Jahre, von
Zarah Leander über Rudi Schuricke und Heintje bis Helene Fischer und Andrea
Berg. Und damit sie möglichst viele Zuhörer mit ihrer Lieblingsmelodie beglücken
können, dürfen diese vorher einen ´Wunschzettel` einreichen.
Charmant kündigt die Moderatorin Ingrid Ciurcinski das ´Notprogramm` an und verspricht gleichzeitig einen abwechslungsreichen und bunten, wenn auch vielleicht etwas ungewohnten Melodienreigen. Doch den folgenden Titel kennen einige
Anwesende, denn beim Refrain wird eifrig mitgesungen: „Über sieben Brücken musst du gehen, sieben dunkle Jahre überstehn...“ – heißt der Ohrwurm von Peter Maffay, 1980
gesungen. An einem Tisch wissen einige Kenner sogar, dass das Lied ursprünglich
von der Gruppe Karat 1978 in der DDR stammte und beim Dresdner Schlagerfestival
den Grand Prix, einen ersten Preis, gewann.
Englisch geht es nun weiter, fast schon mit einem Klassiker, denn wer kennt ihn
nicht, den Beatlestitel von 1970 ´Let it be` - frei übersetzt ´Nimm´s wie es ist.
Vielleicht auch ein Motto für diesen Nachmittag. „Hör´n wir mal“, kündigt die
Moderatorin diesen Song an, und zugehört wird ganz genau. Bestimmt fühlt sich
mancher 50 Jahre zurückversetzt, als die Beatles beinahe auf allen
Radioprogrammen präsent waren.
Ein Kontrastprogramm, wie Frau Ciurcinski weiß, ist es an diesem Nachmittag
tatsächlich. Denn nun folgt von Freddy Quinn interpretiert ein italienisches Lied -
´La Paloma.` Und so unterschiedlich wie die Sprachen der Musiktitel sind auch
deren Interpreten und Rhythmen: Rumba, Langsamer Walzer, Wiener Walzer... Beim
´Schneewalzer`gibt es dann (fast) kein Halten mehr, Betreuerin Helga Siller fasst sich mit
Frau Röthle in ihrem Rollstuhl an den Händen und die beiden bewegen sich begeistert im Dreivierteltakt.
Als das ´Notprogramm` nach einer Stunde zu Ende geht, zeigt der Applaus für Ingrid
Ciurcinski und Sandra Eisenbeiß, dass es die beiden trefflich verstanden haben, aus der
Not eine Tugend zu machen. ´Die musikalische Wundertüte` enthielt doch so
manch positive Überraschung abseits der üblichen Hörgewohnheiten und vielleicht auch
die eine oder andere Anregung für einen Wunsch beim nächsten Mal.

Helferfest 2019

Gelungenes Helferfest am 18. März 2019
Pünktlich um 19 Uhr begrüßte Herr Schwarz am 18.3.2019 die etwa 120 geladenen
Gäste zum beliebten Helferfest des Kleeblatt Fördervereins im großen Saal des
Prismas. Nachdem um 18 Uhr bereits die Mitgliederversammlung angestanden hatte,
konnte es jetzt zum gemütlichen Teil übergehen.
Der Vorstand dankte Angelika und Wolfgang Fink im Namen des Vereins und allen Helferinnen und Helfern wieder für ihren unermüdlichen Einsatz mit einemwunderschönen Blumenstrauß und einem gutem Tröpfchen. Seit 27 Jahren engagieren sich die beiden in einem außergewöhnlichen Umfang für „ihren“ Verein und ermöglichen so viele wunderbare Aktionen für die Bewohner des Kleeblatts in Freiberg a. N.. Angelika Fink fand wunderbare Worte als sie sich auf der Bühne bedankte. Sie zitierte ihren Mann: „Alle Helferlein sind wie kleine Puzzleteile – doch nur zusammen sind wir ein komplettes schönes Bild“. Dies
veranschaulicht sehr schön, dass alle Helfer, die in irgendeiner Form
im Förderverein mithelfen, sei es mit Kuchenspenden, Helfereinsatz, Mithilfe und/oder Vorbereitungen für Events, für das Zusammenspiel des Vereins wichtig sind und
ohne diese Hilfe vieles nicht machbar wäre. Auch Wolfgang Fink bedankte sich herzlich
und verglich die Helfermit einem großen Körper:
denn nur im Zusammenspiel aller Körperteile klappt es mit der Arbeit.
Mit großer Vorfreude wurde dann die Jugendmusikschule unter der Leitung von
Janine Grellscheid auf der Bühne erwartet. Angefangen mit der „Freak Show“ und
acht Mädchen, die eine tolle Tanzeinlage mit vielen akrobatischen Tanzeinlagen bei
moderner Musik präsentierten, ging es weiter mit Vorträgen aus dem klassischen
Ballett, wo Solo- und Gruppenauftritte sehr schön und abwechslungsreich
vorgetragen wurden.
Beschwingt zur Sache ging es weiter, als mit „Tutti Frutti“ die Stepptänzerinnen
kamen und immer neue Elemente brachten. Abwechslungsreich und tänzerisch auf
einem sehr hohen Niveau ging es dann bis zum Abschluss, als mit dem Lied „That
Man mit Kopf“ alle Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne standen und tosenden
Applaus für diese tolle Darbietung erhielten.

Ein großes
Dankeschön ging
dann von Finks
an die Leiterin
Frau Grellscheid,
die selbst noch
einen Auftritt mit
ihrem Partner
hatte und eine
„flotte Sohle“ aufs
Parkett legte.
Doch auch für
das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt. Familie Götz zauberte ein leckeres Buffet und alle Gäste ließen es sich gut schmecken.

Gegen 21 Uhr trat dann Alex Krämer, ein langjähriger Freund der Familie Fink, auf
und begeisterte die Zuhörer mit einer „Reise durch die Welt der Sprachen“.
Gefühlvoll vorgetragene Klassiker, selber mit der Gitarre begleitet, die Gäste haben
diese tolle gesangliche Einlage genossen. Sehr unterhaltsam kündigte er seine
spontan ausgesuchten Lieder an, die von „How many roads“ über die „Streets of
London“ bis zum „Bett im Kornfeld“ führten. Ob französische Klassiker von Charles
Aznavour oder „Mein kleiner grüner Kaktus“ – das Publikum sang begeistert mit und dankte dem sympathischen Künstler mit großem Beifall. Als krönenden Abschluss dieses
hervorragenden, kalorienarmen „Desserts“ spielte er das Lieblingslied von Angelika und
Wolfgang Fink: „Amazing Grace“ und alle saßen gebannt und mit Gänsehaut ausgestattet im Saal und lauschten dieser einzigartigen Interpretation von Alex Krämer.
Rundum einhellige Meinung war, dass es wieder ein sehr gelungenes Helferfest war und
alle gingen nach dem gemütlichen Ausklang zufrieden nach Hause und sind sich sicher:
„Wir machen weiterund freuen uns natürlich auch schon auf das nächste Helferfest im
kommenden Jahr".

Herbstfest des Fördervereins Kleeblatt Pflegeheim in Freiberg

Zum Herbstfest des Fördervereins Kleeblatt, am Mittwoch den 10. Oktober hat sich nicht nur der Herbst richtig ins Zeug gelegt: Tiefblauer Himmel und goldgelbe Blätter vor dem Pflegeheim. Auch drinnen gab es ein herbstlich kulinarisches Angebot. Die ehrenamtlichen Helferinnen des Fördervereins haben für über 70 Bewohner und Gäste Zwiebelkuchen, Kartoffelkuchen, Flachswickel und Hefezopf gebacken. Dazu gab es neuen Wein und Tee. Eine besondere Stimmung kam auf, als Herr Diehl im herbstlich dekorierten Heim mit seiner Gitarre bekannte Herbstlieder, wie „Bunt sind schon die Wälder“ anstimmte und die Bewohner und Gäste kräftig und textsicher mitsangen.

 

Es war wieder ein besonders Erlebnis, dank der vielen aktiven Helfer und Unterstützer des Förderverein Kleeblatt-Pflegeheim Kasteneck e. V.